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EUSALP

EUSALP

Die makroregionale Strategie der Europäischen Union für den Alpenraum (EUSALP) betrifft die fünf EU-Staaten Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich und Slowenien sowie die zwei Nichtmitglieder der EU Fürstentum Liechtenstein und Schweiz. Mit der Strategie der Makroregionen sollen grenzüberschreitend gemeinsame Chancen und Herausforderungen angegangen werden. Die Idee der Makroregion EUSALP zielt darauf ab, positive Wechselwirkungen zwischen den Bergregionen der Alpen und den angrenzenden Ballungsgebieten und Regionen zu gewährleisten. Die wesentliche Herausforderung dabei ist, die wirtschaftliche Entwicklung gezielt zu fördern und gleichzeitig den Schutz des einzigartigen Natur- und Lebensraums der Alpen sicherzustellen. Die EUSALP-Strategie beeinflusst 48 Regionen mit einer Bevölkerung von rund 80 Mio. Menschen.

 

Der Steuerungsausschuss der EUSALP hat Ende November 2015 die Schwerpunkte und Federführung bei den neun sogenannten «Action Groups» festgelegt. In diesen Aktionsgruppen erfolgt die Zusammenarbeit auf einer konkreten inhaltlich-thematischen Ebene.

 

Der Kanton St.Gallen arbeitet in der Aktionsgruppe neun mit, die sich unter der Leitung der Autonomen Provinz Südtirol den Themen des effizienten Einsatzes von Energie und der Produktion von erneuerbaren Energien im privaten wie im öffentlichen Bereich im Alpenraum zuwendet. Der Wissenstransfer über die Energiestandards im Gebäudebereich in den einzelnen Regionen, Leucht-turmprojekte sowie die Weiterentwicklung von Ideen und neuen Lösungsansätzen stehen im Vordergrund. Geplante Aktivitäten sind die Bildung einer Austauschplattform, ein sogenannter Energie-Cluster für nachhaltiges Bauen sowie die Erarbeitung eines Werkzeugkoffers für Behörden und Gemeinden, um CO2-neutrales Bauen zu unterstützen.

 

Das zweite Ziel der Aktionsgruppe neun ist die Steigerung der Produktion von erneuerbarer Energie. Die Alpenregion spielt bereits heute eine wichtige Rolle in diesem Bereich, insbesondere ist die Wasserkraft seit Jahrzehnten ein wichtiger Pfeiler in der europäischen Stromversorgung. Aber auch Solarenergie, Energie aus Biomasse, Windenergie und Geothermie werden bereits vielerorts eingesetzt; ein Ausbau ist weiterhin möglich und wünschenswert. Aufgabe der Aktionsgruppe neun ist es, die Zusammenhänge zwischen Nutzung und Schutz von Natur und Landschaft aufzuzeigen und innerhalb der EUSALP-Regionen bekannt zu machen. Für den Bereich der Produktion von erneuerbaren Energien soll ebenfalls ein Energie-Cluster zum Austausch von Wissen und Erfahrungen gebildet werden. Er soll dazu beitragen, den nachhaltigen Ausbau von Produktionsstandorten von erneuerbarer Energie im Alpenraum voranzutreiben.

 

Die Aktionsgruppe befasst sich in den kommenden Jahren mit den Themenbereichen Energiestrategien und deren Vergleichbarkeit, Energieeffizienz im Gebäudepark, Ausbaupotenzial bei der Produktion von erneuerbaren Energie und «smart grid»-Anwendungen.