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Anlässe

Juni 2017

Anerkennung für Nussdorf Frümsen

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Die Arbeitsgemeinschaft der Alpenländer mit dem Kanton St.Gallen als Mitglied hat heute an seiner Zusammenkunft in Lautrach im Bundesland Bayern die Verantwortlichen des Nussdorfs Frümsen mit 1000 Euro für ihre Leistung belohnt. Drei weitere Projekte aus dem Alpenraum werden mit 6000 Euro gefördert.

 

Die Regierungschefs der Arbeitsgemeinschaft Alpenländer (Arge Alp) haben sich unter bayerischem Vorsitz zu ihrer 48. Sitzung getroffen. Im Rahmen der Konferenz hat Bayerns Europaministerin Dr. Beate Merk die Gewinnerinnen und Gewinner des Arge Alp-Preis 2017 ausgezeichnet. Verliehen wurde der Preis für Projekte, die die Integration im Alpenraum stärken, also die Begegnung und das Verständnis zwischen Leuten unter-schiedlicher Herkunft fördern.

 

Dazu gehört auch das Nussdorf Frümsen. Die Verantwortlichen erhalten einen Anerkennungspreis von 1000 Euro. Das Projekt integriere einerseits alte Nusssorten in den Wald, anderseits aber auch die gesamte Bevölkerung, da gemeinsamen Aktivitäten rund um die Nuss durchgeführt würden. Mit je 6000 Euro ausgezeichnet werden Projekte in Graubünden, Tirol und Bayern. Die Jury wählte die Gewinnerinnen und Gewinner in einem mehrstufigen Verfahren aus. Insgesamt verlieh sie drei Hauptpreise und sechs Anerkennungspreise.

 

In der Arge Alp haben sich zehn Regionen, Provinzen, Kantone respektive Bundesländer aus Österreich, Deutschland, Italien und der Schweiz zusammengeschlossen. In ihrem Gebiet leben aktuell fast 26 Millionen Menschen. Mitglied sind nebst St.Gallen auch Bayern, Graubünden, Lombardei, Salzburg, Südtirol, Tessin, Tirol, Trentino und Vorarlberg. Das oberste Organ der Arge Alp ist die Konferenz der Regierungschefs. Der Vorsitz wechselt jährlich zwischen den einzelnen Mitgliedsregionen.

 

Weitere Informationen zur Arbeitsgemeinschaft Alpenländer finden Sie auf der Webseite http://www.argealp.org.

Besuch aus Liberec zum Thema Forstwesen

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Im Mai dieses Jahres besuchte eine Delegation aus Liberec den Kanton St.Gallen zum Thema Forstwesen. Dieser Besuch fand im Rahmen der bereits seit 16 Jahren bestehenden Partnerschaft zwischen Liberec und dem Kanton St.Gallen statt.

 

Während drei Tagen durfte eine Delegation aus Liberec im Rahmen eines interessanten Programms aus Theorie und Waldbegehungen in den Waldregionen St.Gallen, Toggenburg und Sargans den Alltag der Forstwirtschaft näher kennenlernen. Die Gäste aus Liberec waren von der landschaftlichen Vielfalt des Kantons und den damit verbundenen Herausforderungen beeindruckt.

Bereits im letzten Jahr erhielt eine Delegation aus St.Gallen einen intensiven Einblick in die Forstwirtschaft von Liberec. Besonders faszinierend fand die Delegation aus St.Gallen dabei die Dimension von Waldgebieten in Tschechien und spezifisch in der Region Liberec. Aber auch das grundlegend andere System der öffentlichen Forstwirtschaft in Tschechien weitete die Horizonte der St.Galler Delegation. Speziell aufgrund der sehr unterschiedlichen Aufgaben des öffentlichen Forstdienstes in den beiden Regionen wurde der Erfahrungsaustausch auf beiden Seiten sehr geschätzt.

Mai 2017

Delegation aus Liberec (CZ) zum Thema Strassenbau in St.Gallen zu Gast

tschechisches Bilderbuch

Schon seit 16 Jahren pflegt der Kanton St.Gallen eine intensive Zusammenarbeit und Partnerschaft mit der Region Liberec in Tschechien. Diverse Projekte werden in unterschiedlichen Themenbereichen im Rahmen gegenseitiger Arbeitsbesuche verwirklicht. Unter dem Thema Strassenbau fand im Mai dieses Jahres ein Austausch statt.

 

Während vier Tagen durfte eine Delegation aus Liberec mit Verantwortlichen aus dem Tiefbauamt und Strasseninspektorat des Kantons St.Gallen eine intensive Woche zum Thema Strassenbau erleben. Nebst Theorievorträgen wie beispielsweise zum Unterhalt und zur Finanzierung von Kantons- und Nationalstrassen, wurden die Baustellen auf der Autobahn A1 und im Toggenburg auf der Murgstrasse besichtigt. Der Austausch wurde sowohl aus St.Galler, wie auch aus Liberecer Sicht als fruchtbar und wertvoll eingestuft.

Lebendige grenzüberschreitende Zusammenarbeit

tschechisches Bilderbuch

Am 18. Mai 2017 tagte der international besetzte Begleitausschuss des Interreg-Programms Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein in Rheinfelden (AG). Das strategische Gremium zog in seiner alljährlichen Sitzung eine überaus positive Zwischenbilanz zur Umsetzung des laufenden Förderprogramms. Mit rund 36,6 Mio. Euro wurden über 71 Prozent der Fördermittel für Projekte der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit bewilligt. Als Beispiel vor Ort ist zwischen den zwei Rheinfelden ist ein Rheinsteg geplant, welcher die zwei Städte verbindet. Anlässlich der Besichtigung sagte der Regierungspräsident des Bezirks Tübingen, Klaus Tappeser:  „Das Projekt Rheinsteg beider Rheinfelden ist beispielhaft für die hervorragende grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Region Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein. Mit ihrer Kompetenz und ihrem Engagement stossen die Projektteilnehmer viele Verbesserungen im Bereich des alltäglichen und des touristischen Grenzverkehrs in der Region an. Die finanzielle Förderung durch die Europäische Union, den Schweizer Bund und die teilnehmenden Schweizer Kantone sowie das Fürstentum Liechtenstein stößt nicht nur in Rheinfelden, sondern in der gesamten Grenzregion auf sehr fruchtbaren Boden. Die geförderten Projekte haben einen ausgewiesenen Mehrwert.“

 

Der Begleitausschuss hat sich in einer Resolution klar für die Forstsetzung des Programms in einer kommenden Förderperiode ab dem Jahr 2021 positioniert. Die Weiterführung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen den Staaten in den bestehenden Programmgebieten ist von zentraler Bedeutung, um den Zusammenhalt und das Fortschreiten des Integrationsprozesses in Europa zu garantieren.

 

Das Interreg-Programm ABH bildet einen zentralen institutionellen und finanziellen Rahmen für eine nachhaltige Umsetzung der grenzüberschreitenden Projekte. In der mittlerweile fünften Förderperiode bis 2020 stehen der Region dafür Fördermittel von insgesamt 52 Mio. € zur Verfügung. Die Bereiche „Wettbewerbsfähigkeit, Innovation, Beschäftigung und Bildung“, „Umwelt, Energie und Verkehr“ und „Verwaltungszusammenarbeit und bürgerschaftliches Engagement“ bilden in der laufenden Förderperiode die Schwerpunkte.

 

Weitere Informationen unter: www.interreg.org

 

Die schönsten tschechischen Bilderbuch-Illustrationen der Gegenwart

tschechisches Bilderbuch

In Zusammenarbeit mit der Kantons- und Stadtbibliothek St.Gallen sowie mit Unterstützung des tschechischen Klubs Krajan lädt der Kanton St.Gallen zur Ausstellung «Die schönsten tschechischen Bilderbuch-Illustrationen der Gegenwart» in der Stadtbibliothek Katharinen ein. Die Ausstellung, die vom 2. bis 27. Mai 2017 dauert, ist ein Projekt der Partnerschaft des Kantons St.Gallen mit der Region Liberec in Tschechien. Für Kinder, Jugendliche und Erwachsene findet am Mittwoch, 3. Mai 2017, ein öffentlicher Workshop mit der St.Galler Bilderbuchillustratorin Lika Nüssli statt.

 

Seit nunmehr 16 Jahren pflegt der Kanton St.Gallen eine intensive Zusammenarbeit und Partnerschaft mit der Region Liberec in Tschechien. Diverse Projekte werden im Rahmen gegenseitiger Arbeitsbesuche verwirklicht. Unter dem Thema Bibliotheken findet in diesem Jahr ein gegenseitiger Austausch zu Kinderbuchillustrationen statt.

 

 

April 2017

IBK-Regierungschefs definieren neue Perspektiven

IBK-Regierungschefs

Die Regierungsvertreter der zehn Länder und Kantone der Internationalen Bodensee Konferenz (IBK) trafen sich am 6. April 2017 unter dem Vorsitz des Fürstentums  Liechtenstein in Schaan (FL). Im Fokus der Gespräche stand die zukünftige Positionierung der IBK im Bodenseeraum.

 

Die Regierungschefs der zehn IBK-Länder und -Kantone diskutierten die strategische Neuausrichtung der IBK mit den dazugehörigen Zielen, Verantwortlichkeiten und Strukturen. Die gemeinsame Maxime: Die Bodenseeregion soll eine Modellregion für zukunftsfähiges Wirtschaften werden und als Arbeits-, Lebens- und Wohnstandort weiter an Attraktivität gewinnen.

 

Liechtensteins Vorsitzjahr in der IBK steht unter dem Leitmotiv „Nachbarschaft macht’s möglich: Zehn Nachbarn – ein Raum“. Hinter diesem Leitsatz steht der Gedanke, dass sich das soziale Kapital in einer Gemeinschaft erhöht, wenn in dieser Gemeinschaft vertrauensvolle Beziehungen gepflegt werden. Die IBK soll dabei das politische Dach der Region sein, das die Zusammenarbeit mit anderen grenzüberschreitenden Akteuren koordiniert.

 

Zehn Nachbarn, ein Raum, eine Perspektive

Die Bodenseeregion ist eine der dynamischsten und wirtschaftsstärksten Räume in Europa. Sie zeichnet sich aus durch eine vielfältige und zukunftsfähige Raumstruktur sowie einen einmaligen hochvernetzten Natur- und Kulturraum. Zurzeit wird eine auf Partnerschaft ausgerichtete IBK-Strategie für die internationale Bodenseeregion erarbeitet, die mittelfristig das Leitbild der IBK für den Bodenseeraum von 2008 ablösen soll. Nach einer frühen Beteiligung regionaler Akteure der Bodenseeregion in Expertengesprächen und einer Onlinebefragung im letzten Herbst erfolgt 2017 die eigentliche Ausarbeitung der Strategie.

 

In den kommenden Monaten sind mehrere Zukunftsforen geplant, um strategische Optionen auszuloten, wie die gemeinsamen Ziele erreicht werden können. Am Treffen der Regierungschefs in Schaan wurde daher ein provisorisches Leitbild verabschiedet, das die Basis für den weiteren Prozessverlauf bildet. Für den Juli wurde ein Strategiegespräch vereinbart, in dem die strategischen Schwerpunkte konkretisiert werden. Anschließend gehen Strategieentwurf und Leitbild der IBK für die Bodenseeregion in eine öffentliche Konsultation. Deren Ergebnisse werden dann in die detaillierte Ausarbeitung der Strategien und Schlüsselprojekte sowie die definitive Festlegung der Leitbildziele und organisatorischen Festlegungen im Dezember 2017 einfließen.

März 2017

Die Ostschweiz will stärker agieren

Teilnehmer ORK Plenarkonferenz

Die Ostschweizer Regierungskonferenz soll flexibler agieren und auf aktuelle Entwicklungen und Ereignisse rascher reagieren. An ihrer Plenarkonferenz in Appenzell haben die Ostschweizer Kantonsregierungen entsprechende Massnahmen beschlossen. Weitere Themen waren die Revision des Raumplanungsgesetzes sowie die Neustrukturierung der Fachhochschule Ostschweiz. Mit Freude hat die ORK die Kandidatur von Regierungsrat Benedikt Würth als Präsident der Konferenz der Kantonsregierungen (KdK) zur Kenntnis genommen. Die Wahl soll an der Plenarversammlung der KdK am 17. März 2017 erfolgen. 

 

Damit die Ostschweiz gegen aussen verstärkt wahrgenommen wird und sich insbesondere gegenüber Bern klarer positionieren kann, hat die Ostschweizer Regierungskonferenz eine Statuten-Revision verabschiedet. Die wichtigste Massnahme ist die Schaffung einer vorbereitenden Kommission, welche die thematische Grundlagenarbeit der ORK leisten und intensiv auf eine gemeinsame Interessenvertretung auf eidgenössischer Ebene hinarbeiten soll. Die ORK will sich selber handlungsfähiger machen, damit sie aktiver auf aktuelle Themen reagieren kann.

 

Raumplanung und Bildung

Schwergewichtig beschäftigte sich die ORK mit der zweiten Etappe der Revision des Raumplanungsgesetzes sowie mit der Neustrukturierung der Fachhochschule Ostschweiz. Diese erfüllt die Voraussetzungen für eine institutionelle Akkreditierung nach dem neuen Hochschulrecht derzeit noch nicht. Im Februar 2017 wurde ein externes Gutachten zu weiteren Strukturmodellen veröffentlicht, das im Wesentlichen die Umsetzung des Strukturmodells mit einem interkantonal ausgerichteten Rechtsträger für alle drei Schulstandorte stützt. Demnächst nun werden den Regierungen der aktuellen Hochschulträger-Kantone sowie dem Fürstentum Liechtenstein die Zwischenergebnisse der Projektarbeit unterbreitet, und sie werden eingeladen, sich zu einer trägerschaftlichen Beteiligung an der künftigen Schule zu äussern.

 

 

«Joint Medical Master» auf Kurs

Vor einem Jahr sprach sich die ORK-Plenarkonferenz für eine Stärkung des Ausbildungsangebotes für Ärztinnen und Ärzte in der Ostschweiz aus. Im Kanton St.Gallen sind die Vorarbeiten für das Projekt auf Kurs: Der «St.Galler Track», bei dem die Studierenden ihr Bachelorstudium vorwiegend an der Universität Zürich und ihr Masterstudium in St.Gallen im neuen Studiengang «Joint Medical Master» absolvieren, verzeichnet bereits gute Anmeldezahlen. Das Ausbildungsangebot basiert auf einer Kooperation zwischen den beiden Universitäten St.Gallen und Zürich unter der Mitwirkung des Kantonsspitals St.Gallen und des Universitätsspitals Zürich. 

 

 

Dezember 2016

Die IBK‑Regierungschefs tagten in Zürich

IBK-Regierungschefs

Am 2. Dezember 2016 fand die 37. Konferenz der IBK-Regierungschefs in Zürich statt. Dabei wurden wichtige Weichen im laufenden Strategieprozess gestellt sowie das Jahresprogramm für 2017 festgelegt. Der Kanton Zürich zog eine positive Bilanz seines Vorsitzjahres und übergab das „Steuerrad“ der IBK turnusgemäß an das Fürstentum Liechtenstein, das 2017 den Vorsitz der IBK übernimmt.

 

Im Fokus der Konferenz standen die Beratungen zur strategischen Neuausrichtung der IBK und den nächsten Schritten bei der Gestaltung des Gesamtprozesses. Somit können die gemeinsamen Herausforderungen themenübergreifend angenommen und Aktivitäten der IBK wirkungsorientierter umgesetzt werden, wie etwa notwendigen Innovationen bei der Digitalisierung der Wirtschaft oder im Bereich Klimaschutz und Energie. Bilanziert wurden bei der Konferenz in Zürich die Ergebnisse von Expertengesprächen und einer Onlinebefragung zum Leitbild der IBK, die im Sommer und Herbst dieses Jahres durchgeführt wurden. Erste Vorschläge wie sich die neuen Strategieüberlegungen in der Organisation der IBK und im Leitbild wiederspiegeln, sollen im Frühjahr 2017 den Regierungschefs vorgelegt werden.

 

Ein Meilenstein in der Hochschulkooperation im Bodenseeraum wurde mit der Genehmigung der fünften Leistungsvereinbarung zur „Internationalen Bodensee-Hochschule (IBH)“ erreicht. Dies ist ein Leuchtturmprojekt, das die IBK vor gut 15 Jahren ins Leben gerufen hat und mit ihrem in der Zwischenzeit 30 hochschulartenübergreifendem Verbund für die Jahre 2018 bis 2021 gesichert ist. Im Auftrag der Regierungschefs hatten die Wissenschaftsminister aus dem IBK-Raum und der Kooperationsrat der IBH die Vereinbarung im Rahmen der Bodensee-Hochschulkonferenz in Weingarten beschlossen.

 

Bodensee ist wichtiger Kooperationsraum

Im Rückblick auf das IBK-Vorsitzjahr des Kantons Zürich, bilanzierte Ernst Stocker, dass Zürich auch ohne direkten Seeanstoß ein engagiertes Mitglied der IBK ist. „Wir haben unter Beweis stellen können, dass uns der Kooperationsraum im Osten unseres Landes wichtig ist“, sagte er. „Die IBK deckt diesen sehr potenten Wirtschaftsraum Bodensee ab, zu dem neben den grenznahen Landkreisen Baden-Württembergs und Bayerns auch Vorarlberg und Liechtenstein gehören. Die Verflechtungen über unsere Grenzen hinweg nach Deutschland sind so intensiv, dass es wichtig ist, zusammenzuarbeiten und unnötige Barrieren zu beseitigen“, so Stocker weiter.

 

Übergabe IBK-Vorsitz an Liechtenstein

Unter dem Leitmotiv „Nachbarschaft macht’s möglich: 10 Nachbarn – ein Raum“ übernimmt Liechtenstein 2017 den Vorsitz der IBK. „Wir möchten damit alle Mitgliedsländer und ‑kantone der IBK zu einer Diskussion über das Wesen einer Nachbarschaft, deren Chancen und Risiken einladen“, so Regierungschef Adrian Hasler, der an der Konferenz von Regierungssekretär Horst Schädler vertreten wurde. „Eine aktiv gelebte Nachbarschaft kann nicht nur wirtschaftliches und politisches, sondern auch soziales Kapital aufbauen“, so Hasler weiter. Liechtenstein wird sich dem Thema Jugendengagement annehmen und den Vorsitz der Arbeitsgruppe übernehmen und für die nächsten drei Jahre ein Veranstaltungsformat für Jugendliche aus der Bodenseeregion entwickeln. Damit soll die Zusammenarbeit zwischen den Generationen gefördert sowie ein Beitrag zur laufenden IBK-Strategie geleistet werden. Weitere Schwerpunkte des Fürstentums werden das Wirtschaftskonzil „unterwegs“ im Sommer sein sowie der IBK-Nachhaltigkeitspreis 2017 im Bereich erneuerbaren Energien.

Juni 2016

Regierungschefkonferenz der Arge Alp in Bezau Alpenländer machen Druck auf EU in Flüchtlingsfragen

Teilnehmer Bezau

Die Regierungschefkonferenz der Arge Alp hat am Donnerstag unter Vorarlberger Vorsitz in Bezau getagt. Im Mittelpunkt standen die Themen Flüchtlingskrise, Klimawandel und die Schaffung von mehr und besseren Arbeitsplätzen im Alpenraum. Darüber hinaus haben die Regierungschefs grünes Licht für die Durchführung neuer Projekte gegeben. Vorarlberg übergibt den Vorsitz an Bayern.

 

Kein anderes Thema hat die letzten Monate so dominiert wie die Flüchtlingsthematik, sagt der Arge Alp-Vorsitzende, Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner: "Es ist ein Thema, das – aufgrund der geographischen Lage – besonders auch die Arge Alp-Regionen betrifft. Die massenhafte und unkontrollierte Einreise auch in Arge Alp-Regionen im Jahr 2015 hat die wahre Dimension der politischen, wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen, vor denen wir stehen, deutlich gemacht. Vorarlberg hat deshalb eine Resolution zu den Herausforderungen der Flüchtlingskrise vorgelegt. In dieser Resolution fordern die Regierungsvertreter der Arge Alp-Regionen die Europäische Union auf, eine nachhaltige Strategie und ein Bündel an effektiven Maßnahmen zu entwickeln, wie Sicherung der EU-Außengrenze, Einrichtung von Registrierungszentren etc., um die unkontrollierten Flüchtlingsbewegungen in den Arge Alp-Raum wirkungsvoll zu steuern. Einigkeit herrscht auch über die Notwendigkeit der Einrichtung eines auf Dauer angelegten Systems, das es im Bedarfsfall ermöglicht, die Verantwortung für die Flüchtlinge solidarisch unter den Staaten aufzuteilen. Auch die Beschleunigung der Asylverfahren und die Rückführung der nicht als Flüchtlinge anerkannten Personen findet Zuspruch der Regierungschefs. Die große Bedeutung der Integration, die auf der Anerkennung der Gesetze, lokalen Gepflogenheiten, auf Sprachkompetenz etc. beruht, wird gewürdigt. Dazu sind aber auch Integrationskonzepte, die zwischen nationaler und regionaler Ebene abgestimmt sind, ebenso notwendig wie Maßnahmen, um den Fluchtursachen in den Herkunftsländern der Flüchtlinge vorzubeugen. Die Arge Alp-Mitgliedsregionen werden dabei im Rahmen ihrer Entwicklungszusammenarbeitspolitik einen Beitrag leisten.

 

Zukunftsorientierte Klimaschutzpolitik für den Alpenraum

Als alpine Regionen sind wir vom Klimawandel ganz besonders betroffen. Deshalb begrüßt die Arge Alp das UN-Klimaübereinkommen als Meilenstein in Richtung einer klimaresilienten Gesellschaft. Die anlässlich des UN-Klimagipfels von Paris vorgelegten nationalen Klimaaktionspläne genügen noch nicht, um den Klimawandel deutlich unter 2°C zu begrenzen. Die nationalen Energie- und Klimapläne sollen ab 2050 zu Netto-Nullemissionen und einem umfassenden Ausstieg aus fossilen Energieträgern führen.

 

Beschäftigung im Alpenraum: mehr und bessere Arbeitsplätze schaffen

Der Alpenraum ist ein wirtschaftlich sehr dynamischer Raum. Die Regierungschefkonferenz verabschiedeten die Resolution "Beschäftigung im Alpenraum", welche u.a. folgende Punkte enthält:

- Reduzierung von Bürokratie und Verwaltungsaufwand für Unternehmen

- Forschung ist eine wichtige Grundlage besonders für unsere exportorientierten Unternehmen

- Vereinfachter Zugang zu Finanzmitteln für Unternehmensgründerinnen und –gründer sowie Start ups

- Verstärkte Investitionen in Aus- und Weiterbildung

- Ausbau der Infrastruktur im Alpenraum

 

Zukünftige, strategische Ausrichtung der Arge Alp

Die Arge Alp sieht sich als die wichtigste Vertretung für Alpenthemen und als Symbol der Selbstbestimmung der Regionen. Sie fungiert als Plattform für Vernetzung, aber auch zur Abwicklung von Projekten. Die Bevölkerung soll aus der Existenz der Arge Alp einen konkreten Nutzen ziehen. Als spezifische oder Leitthemen, die derzeit relevant sind, hat der Leitungsausschuss folgende identifiziert: Klimawandel und seine Auswirkungen auf diverse Bereiche; Migration und Integration und Mobilität. Diese Themen werden unter Vorsitz Bayerns konkretisiert.

 

Neue Projekte beschlossen

Die Regierungschefkonferenz hat auch die Durchführung neuer bzw. die Fortsetzung bewährter Projekte beschlossen: Auf Antrag des Kantons Graubünden wird das Projekt Arge Alp Sport bis zum Jahr 2022 fortgesetzt.

Neu bewilligte Projekte sind:

- Die Europäische Talent Akademie Lindau  ist ein Projekt der außerschulischen Begabtenförderung, an der 60 Jugendliche (10. und 11. Jahrgangsstufe / Schulstufe) aus den Arge Alp-Mitgliedsländern und -kantonen teilnehmen können.

- Einrichtung eines gemeinsamen Recherche-Portals der Arge Alp-Archive

- Eine Studie, die sich mit dem Einfluss von Gletscher-Randklüften auf Felsstürze beschäftigt, wurde in Auftrag geben. Projektlaufzeit drei Jahre.

 

Übergabe Vorsitz an Bayern

Nach einjährigem Vorsitz übergibt das Land Vorarlberg turnusmäßig den Stab weiter an den Freistaat Bayern. In der Arbeitsgemeinschaft Alpenländer arbeiten in den vier Staaten Deutschland, Italien, Österreich und Schweiz folgende Länder, Provinzen bzw. Kantone mit einer Gesamtbevölkerungszahl von rund 26 Millionen Menschen zusammen: Bayern, Graubünden, Lombardei, Salzburg, St. Gallen, Südtirol, Tessin, Tirol, Trient und Vorarlberg. www.argealp.org.

Herbst 2015

25-Jahr-Jubiläum St.Gallen – Liberec

Logo 25 Jahre St. Gallen-Liberec

Der Kanton St.Gallen und der Kraj Liberec feiern dieses Jahr das 25-jährige Bestehen ihrer Regionenpartnerschaft. Zu diesem Anlass fanden verschiedene kulturelle Veranstaltungen im Raum St.Gallen statt. Zudem wurde das 8. Umsetzungsprogramm für die Jahre 2016 bis 2018 beschlossen.

 

Der Kanton St.Gallen und der Kraj Liberec feiern dieses Jahr das 25-jährige Bestehen ihrer Regionenpartnerschaft. Direkt nach dem Fall des „Eisernen Vorhangs“ war im Jahre 1990 die „Kooperation St.Gallen – Liberec“ ins Leben gerufen worden. Seither bestehen zwischen den beiden Regionen enge Kontakte. Was zu Beginn als eine Art Starthilfe für den Aufbau von demokratischen Strukturen gedacht war, hat sich zu einer konstruktiven und vielfältigen Partnerschaft entwickelt. Mehrere tausend Menschen haben in den letzten Jahren im Rahmen der Regionenpartnerschaft an Austauschen zu verschiedenen Themen teilgenommen. Im Laufe der Jahre sind nicht nur fachliche Kontakte in diversen Bereichen auf der Politik- und Verwaltungsebene entstanden, sondern auch zahlreiche Freundschaften und Verbindungen über die Grenzen hinweg. Die Partnerschaft wird weiterhin aktiv gelebt.

Zur Feier des 25-jährigen Jubiläums wurde Ende Oktober 2015 ein zweiwöchiges Kulturprogramm veranstaltet. Dieses reichte von Lesungen und Buchausstellungen über Musik, Kino und Uni-Vorlesungen bis hin zu Figurentheater und kulinarische Köstlichkeiten. Mit dem Jubiläumsjahr konnte in der langjährigen Partnerschaft zwischen der Region Liberec und dem Kanton St.Gallen ein weiterer Akzent gesetzt werden und die Verbundenheit der beiden Regionen wurde sicht- und erlebbar. Das Ziel der Jubiläumsveranstaltungen, die vielfältigen Kontakte der breiten Bevölkerung zu präsentieren, konnte dank guten Besucherzahlen erreicht werden.

 

Anlässlich des Jubiläums reiste auch eine Regierungsdelegation aus Liberec im Oktober dieses Jahres nach St.Gallen. Beteiligte und Mitwirkende der letzten 25 Jahre wurden eingeladen, im Pfalzkeller an der feierlichen Begehung des 25-Jahr-Jubiläums St.Gallen-Liberec teilzunehmen. Die Regierungen beider Regionen trafen sich nicht nur, um diesen Festakt gemeinsam zu begehen, sondern auch um das 8. Umsetzungsprogramm für die Jahre 2016 bis 2018 zu verhandeln und beschliessen. Geplant sind für die kommenden drei Jahre gemeinsame Projekte in den Bereichen Raumplanung, Verkehr, Bildung, Gesundheitswesen, Forstwesen, Kultur, Demokratie und Föderalismus, Kommunale Selbstverwaltung und Umwelt. Die St.Galler Regierung und die Regierung der Region Liberec ziehen eine positive Bilanz aus den gemeinsamen Projekten der vergangenen Jahre und unterstützen die Fortführung der Zusammenarbeit.

 

Impressionen vom Jubiläum sind auf der Seite www.stgallen-liberec.ch zu finden.

 

September 2015

Trainings-Workshop zum Projekt „Mountain Rescue Center“ mit der Partnerregion Bihor (Rumänien)

Rettung

Im Rahmen des Schweizer Erweiterungsbeitrags setzt der Kanton St.Gallen derzeit mit seiner Partnerregion Bihor (Rumänien) das Projekt „Mountain Rescue Center“ um ,dessen Ziel die nachhaltige Stärkung und Professionalisierung der Bergrettung in Bihor County sowie die Errichtung eines Mountain Rescue Training Centers ist.

 

Im September 2015 wurde eine Delegation von Bergrettern aus Bihor County im Kanton St.Gallen empfangen. Unter der Leitung der Flumserbergbahnen und des Spital Grabs wurde ein fünftägiger Trainings-Workshop durchgeführt. Die Vorstellung des Schweizer Rettungsdienstes und dessen Struktur sowie die Seilbahn-, Sessellift- und Helikopterrettung waren die Inhalte des Workshops. Hierfür wurden ebenfalls die Rega und die Alpine Rettung Ostschweiz miteinbezogen.

 

Die Planungen für den nächsten Workshop in der Schweiz sind bereits im Gange. Die rumänische Delegation wird im Januar 2016 wiederum im Kanton St.Gallen ein weiteres Training absolvieren und sich im Besonderen mit dem Pisten- und Rettungsdienst befassen.

 

März 2015

Start des Projekts „Mountain Rescue Center“ mit der Partnerregion Bihor (Rumänien)

Moutain Rescue

Im Rahmen des Schweizer Erweiterungsbeitrags ist im Frühling 2015 das Projekt Mountain Rescue Center zwischen der Partnerregion Bihor in Rumänien und dem Kanton St.Gallen gestartet. Das Ziel des Projekts ist die nachhaltige Stärkung und Professionalisierung der Bergrettung in Bihor County sowie die Errichtung eines Mountain Rescue Training Centers.

 

Im März 2015 reiste eine St.Galler Delegation nach Bihor, um das Projekt offiziell zu starten. Die Delegation erhielt einen Einblick in die Strukturen des Bergrettungsdienstes, lernte die Abläufe und Arbeitsweise der rumänischen Bergretter kennen und besichtigte den Standort des künftigen Mountain Rescue Center.

 

Juni 2013

Regierungschefkonferenz in Galtür (A)

Gruppenfoto Regierungschefkonferenz Galtür

Am 27. und 28. Juni 2013 trafen sich die Regierungsspitzen der zehn Arge Alp-Länder in Galtür (Österreich) zur 44. Regierungschefkonferenz. Der Arge Alp gehören die Regionen Bayern, Graubünden, Lombardei, Salzburg, St.Gallen, Südtirol, Tirol, Tessin, Trentino und Vorarlberg an. Der Kanton St.Gallen war durch Regierungsrat Willi Haag, Staatssekretär Canisius Braun sowie Sarah Hauser, Leiterin der Aussenbeziehungen, vertreten.

 

An der Konferenz wurde die Umsetzung der Initiative „Makroregion Alpen“ besprochen, welche 40 Alpenregionen aus sieben Staaten mit rund 50 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern betrifft. Im Weiteren wurde die Zukunft der öffentlichen Wasserversorgung diskutiert und die Arge Alp-Länder legten noch einmal ihre gemeinsame Position dar. Für sie steht fest, dass das Wasser ein öffentliches Gut bleiben muss und die Länder selbst über die Wasservorkommen zu bestimmen haben.

 

Im Weiteren wurde auf Vorschlag des Kantons St.Gallen das Projekt "Spielregeln im Spannungsfeld Wald-Wild Lebensraum" bewilligt. Mit dem Projekt soll unter St.Galler Federführung während den nächsten Jahren der gemeinsame Umgang mit der Problematik Wald-Wild verfolgt werden. Einerseits soll mit Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch im Sinne des best practice ein Mehrwert für die jeweiligen Fachstellen der Alpenregionen geschaffen werden. Anderseits will das Projekt aufzeigen, in welcher Art und Weise und mit welchen Massnahmen pragmatische Lösungen erzielt werden können.

 

Die Arge Alp bekennt sich dazu, den Alpenraum als qualitätsvollen Lebens-, Wirtschafts- und Erholungsraum zu erhalten und unter dem Oberziel der Nachhaltigkeit zu entwickeln.

 

März 2013

Schweizer Frühling in Liberec (CZ), 27. März 2013; Demokratiekonferenz und Kulturabend

Logo Schweizer Frühling

Zwischen der Region Liberec (Tschechische Republik) und dem Kanton St.Gallen besteht eine langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit. Regierungsrat Willi Haag reiste zusammen mit einer St.Galler Delegation Ende März nach Liberec, um im Rahmen des Projekts "Schweizer Frühling" an einer Demokratiekonferenz und einem Schweizer Kulturabend teilzunehmen.

 

 

 

Seit über 10 Jahren pflegt der Kanton St.Gallen bilaterale Beziehungen zur Region Liberec in der Tschechischen Republik. Über die Jahre hinweg ist eine erfolgreiche und enge Zusammenarbeit zwischen den beiden Regionen entstanden. Diese gute Zusammen- arbeit wurde nun durch einen weiteren Höhepunkt bereichert. Am 27. März 2013 fanden in Liberec eine Demokratiekonferenz und ein Schweizer Kulturabend statt. Die beiden Anlässe wurden gemeinsam durch den Kanton St.Gallen und die Region Liberec im Rahmen des Projekts "Svycarské Jaro" (Schweizer Frühling) organisiert.

 

Das Projekt Schweizer Frühling wurde von der Schweizer Botschaft in Prag lanciert, anlässlich des Jubiläums der Anerkennung der Tschechischen Republik durch die Schweiz, das sich im März 2013 zum 20. Mal jährte. Ein Grossevent im Raum Prag sowie weitere Anlässe in den Regionen Tschechiens sollten zum einen die Schweiz bekannter machen und zum anderen die bestehenden Netzwerke stärken oder Neue begründen.

 

An der Demokratiekonferenz in Liberec wurden verschiedene Aspekte der beiden politischen Systeme der Schweiz und der Tschechischen Republik sowie aktuelle Fragen zur Demokratie beleuchtet. Regierungsrat Willi Haag hielt ein Referat über das demokratische System der Schweiz. Rund 130 Besucherinnen und Besuchern hörten sich die neusten Erkenntnisse im Bereich Demokratie an, lernten von den jeweiligen politischen Systemen der Partner und diskutierten interessiert mit.

 

Am Abend präsentierte sich der Kanton St.Gallen seinen Partnern und der interessierten Öffentlichkeit in Liberec mit einem Schweizer Kulturabend. Regionale Spezialitäten aus dem Kanton wurden anlässlich eines Apéro Riche angeboten. Regierungsrat Willi Haag blickte in seiner Ansprache auf die vergangenen Jahre der gut funktionierenden Zusammenarbeit zurück, drückte aber auch sein Interesse an der weiteren  Kooperation der beiden Regionen aus, von der beide Seiten profitieren könnten. Der krönende Abschluss des Abends bildete das Konzert des Guarneri Trio Prague. Das Trio setzt sich aus Musikern zusammen, die in Tschechien und der Schweiz leben, und zählt zu den führenden Klaviertrios klassischer Prägung.

 

50. Plenarkonferenz der Ostschweizer Kantonsregierungen (ORK) in Davos (GR)

Die St.Galler Regierung nahm am 14. März 2013 an der 50. Plenarkonferenz der ORK in Davos teil. Seit gut einem halben Jahrhundert steht die ORK für die Ostschweizer Anliegen ein. Themen wie die Expo Bodensee-Ostschweiz 2027, die Bündelung der Ostschweizer Interessen in Bern oder die Fortsetzung der Beteiligung am Interreg Programm "Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein" standen im Mittelpunkt der diesjährigen Zusammenkunft.

 

Die älteste regionale Regierungskonferenz der Schweiz hat dieses Jahr ihre 50. Jubiläumsveranstaltung in Davos gefeiert.  Seit gut einem halben Jahrhundert strebt die ORK an, die Wahrnehmung der Ostschweizer Kantone auf Bundesebene zu stärken. Die vielen grossen und kleinen Erfolge von Koordination und Interessenvertretung dürfen sich sehen lassen. Beispiele dafür sind die Ansiedlung des Bundesverwaltungsgerichts in St.Gallen, die gemeinsame Luftqualitätsüberwachung Ostluft oder der Anschluss der Ostschweiz ans Bahn-Hochgeschwindigkeitsnetz.

 

Dieses Jahr stand ein breit gefächertes Themenspektrum auf der Tagungsagenda. So informierte Regierungsrat Beni Würth (SG) die ORK über den neusten Stand der Expo-Aktivitäten. Die ORK steht nach wie vor dem Vorhaben der Expo 2027 positiv gegenüber.

Ebenfalls wurde über die Strategie der Bündelung der Ostschweizer Interessen auf nationaler Ebene in Bern diskutiert. Jeweils am ersten Montag der Session der eidgenössischen Räte in Bern führt die ORK einen Sessionsbesuch durch, in dessen Rahmen der Austausch über laufende Parlamentsgeschäfte und über Themen mit Ostschweizer Bezug mit den Ostschweizer Bundesparlamen- tarierinnen und Bundesparlamentarier gepflegt wird. Dies ist eine Chance, die Ostschweizer Anliegen in Bern offensiver vertreten zu können.

An der diesjährigen Konferenz beschlossen die Ostschweizer Kantone sowie das assoziierte Mitglied Zürich zudem das weitere Engagement am Interreg Programm "Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein". Auch in der fünften Förderperiode von 2014 - 2020 wird die erfolgreiche grenzüberschreitende Zusammenarbeit fortgeführt.

 

Die 50. Plenarkonferenz der Ostschweizer Kantonsregierungen verabschiedete darüber hinaus ihr neues Erscheinungsbild. Das neue kreierte Corporate Design soll der Ostschweizer Regierungskonferenz künftig einen klaren Auftritt verschaffen und eine Wiedererkennbarkeit kreieren.

 

September 2012

Ministerpräsident von Baden-Württemberg Winfried Kretschmann zu Besuch in St.Gallen

Ministerpräsident Kretschmann und Regierungspräsident Gehrer

Auf einer Tour durch mehrere Schweizer Kantone machte der Ministerpräsident von Baden-Württemberg Winfried Kretschmann heute Donnerstag Halt in St.Gallen und traf sich mit der Regierung des Kantons St.Gallen zu einem Arbeitsgespräch. Diskutiert wurden insbesondere der Staatsvertrag zum Flughafen Zürich und die künftige Bahnentwicklung im Bodenseeraum.

 

Das Land Baden-Württemberg und der Kanton St.Gallen pflegen enge und freundschaftliche Beziehungen. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit soll weiter vorangetrieben werden, betonten beide Seiten. Die beiden Regierungen waren sich einig, dass die bessere regionale und überregionale Bahn-Vernetzung im östlichen Bodenseeraum hohe Priorität hat. "Für den Kanton St.Gallen hat Bregenz als 'trinationaler' Verkehrsknotenpunkt mit Direktverbindungen nach München, Stuttgart und Innsbruck eine grosse Bedeutung", sagte Gehrer. Entsprechend begrüsst die St.Galler Regierung die Investitionen auf der Südbahn (Stuttgart-)Ulm-Lindau(-Bregenz). „Mit diesen Investitionen werden wir der Schieneninfrastruktur zwischen Stuttgart und dem Bodensee einen wichtigen Schub geben“, betonte Kretschmann. Dadurch wird Stuttgart ab 2019 von St.Gallen aus in knapp zweieinhalb Stunden erreichbar sein. Die Neubaustrecke Stuttgart-Ulm und die geplante Elektrifizierung der Südbahn sowie die Einführung der S-Bahn St.Gallen 2013 führen zu dieser Verkürzung. Ausserdem wird bis Ende 2015 zwischen St.Gallen und Konstanz ein stark beschleunigtes neues Zugsangebot im Zweistundentakt eingeführt.

 

Dem Staatsvertrag zum Flughafen Zürich steht die St.Galler Regierung grundsätzlich positiv gegenüber. Sie sprach der Baden-Württembergischen Regierung Anerkennung aus, dass sie Hand geboten hat zu einer aussichtsreichen Kompromisslösung. "Der Kanton St.Gallen ist von der innerschweizerischen Umsetzung voraussichtlich stark betroffen", gab Regierungspräsident Martin Gehrer zu bedenken. Aufgrund der grossen wirtschaftlichen Bedeutung sei St.Gallen aber bereit, gewisse Mehrbelastungen zu tragen, sofern innerschweizerisch eine ausgeglichene Lösung gefunden werden kann. "Die baden-württembergische Landesregierung hat sich immer für einen Kompromiss eingesetzt, dabei müssen sich beide Seiten aufeinander zu bewegen", sagte der baden-württembergische Ministerpräsident. "Es ist wichtig, die Umsetzung möglichst konkret auszugestalten. Noch offene Punkte müssen rasch geklärt werden."

 

Im Anschluss an das Arbeitsgespräch besuchten die Gäste aus Baden-Württemberg und die Regierung des Kantons St.Gallen das Stiftsarchiv und die Stiftsbibliothek. Regierungspräsident Martin Gehrer überreichte dort Ministerpräsident Winfried Kretschmann ein besonderes Geschenk: Ein Faksimile der ältesten Urkunde von Spaichingen aus dem Jahr 791, dem Geburtsort des Ministerpräsidenten. Das Original der Urkunde wird im Stiftsarchiv St.Gallen aufbewahrt.

 

Ministerpräsident Winfried Kretschmann besucht vom 5. bis 7. September 2012 die Kantone Schaffhausen, Thurgau, St. Gallen und Zürich. Dabei traf und trifft er zu Arbeitsgesprächen mit Vertretern der Kantonsregierungen zusammen. Gemeinsam mit dem Ministerpräsidenten reisten der Minister für Verkehr und Infrastruktur Winfried Hermann, Landtagspräsident Guido Wolf sowie die Landtagsabgeordneten Felix Schreiner und Alfred Winkler in die Schweiz. In St.Gallen nahmen Regierungspräsident Martin Gehrer, die Regierungsmitglieder Willi Haag, Benedikt Würth, Martin Klöti und Fredy Fässler sowie Staatssekretär Canisius Braun am Arbeitstreffen teil.

 

Juni 2012

St.Gallen gibt Arge Alp-Vorsitz an Tirol weiter

Übergabe

An der Konferenz der Regierungschefs der Arge Alp (Arbeitsgemeinschaft Alpenländer) vom 29. Juni 2012 in Bad Ragaz gab der St.Galler Regierungsrat Willi Haag den Vorsitz an den Tiroler Landeshauptmann Günther Platter weiter. In den vergangenen zwölf Monaten unter Leitung des Kantons St.Gallen stand auf praktischer Ebene das Thema erneuerbare Energie im Vordergrund, auf politischer Ebene wurde – zusammen mit weiteren alpinen Regionen – eine "Makroregionale Strategie für den Alpenraum" entwickelt

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Die Arge Alp beschäftigt sich schon länger mit dem Thema Energieeffizienz und erneuerbare Energie, insbesondere auch im vorangegangenen Vorsitzjahr Salzburgs. Daran anknüpfend wollte der Kanton St.Gallen konkrete Umsetzungswege beleuchten und "Best Practice"-Beispiele bekannt machen.

 

Anfangs Mai wurde in St.Gallen die Tagung "Wege zur Energiestadt" durchgeführt. Diverse Länder, Regionen, Provinzen und Kantone der Arge Alp waren vertreten und stellten ihre erfolgreichen Projekte und Strategien anhand von Beispielen im Bereich der erneuerbarer Energien vor. Grenzübergreifende Herausforderungen wurden diskutiert, immer im Bewusstsein um die gemeinsame Verantwortung für den alpinen Lebensraum. Einig waren sich die Teilnehmenden, dass die erneuerbaren Energien dem Alpenraum vielfältige Chancen eröffnen im technischen, ökonomischen, touristischen, ökologischen und kulturellen Bereich.

 

Die Tagung wurde in einer illustrativen Broschüre dokumentiert. Diese ist auch auf der Homepage der Arge Alp (www.argealp.org) zu finden.

 

Auf politischer Ebene bewegte sich in den vergangenen zwölf Monaten Entscheidendes. Am 1. Juli 2011, unter dem Vorsitz Salzburgs, beschloss die Regierungschefkonferenz der Arge Alp eine Resolution zu einer „Makroregion Alpenraum". Darin wurde zum Ausdruck gebracht, dass es die Arge Alp als notwendig erachtet, die von der Europäischen Union angestossene Entwicklung von Makroregionen auch für den Alpenraum aufzunehmen – einem Alpenraum, der weiter zu fassen ist als das Gebiet der Arge Alp.

 

Jetzt, ein Jahr später, liegt ein Initiativpapier vor für eine „Makroregionale Strategie für den Alpenraum". Darin wird die Stossrichtung einer auszuarbeitenden Strategie festgehalten. Mit dem Papier soll dargestellt werden, welchen Mehrwert eine europäische Strategie für den Alpenraum hat. Im Anschluss an die Regierungschefkonferenz vom 29. Juni 2012 wurde es in einer separaten Konferenz der Alpenregionen gewürdigt und beschlossen.

 

Gleichzeitig werden die nationalen Regierungen im Alpenraum um Unterstützung und Zusammenarbeit ersucht. Sie werden aufgefordert, sich für einen Auftrag des Europäischen Rates an die Europäische Kommission zur Erarbeitung einer Strategie für den gesamten Alpenraum unter Einschluss der Nichtmitgliedstaaten, wie der Schweiz und Liechtenstein, einzusetzen.

 

Das Initiativpapier ist auf der Homepage der Arge Alp www.argealp.org zu finden.

April 2012

St.Galler Regierung empfängt Botschafter Tim Guldimann

St.Galler Regierung empfängt Botschafter Tim

Die St.Galler Regierung hat sich am Freitag mit Tim Guldimann, Botschafter der Schweiz in der Bundesrepublik Deutschland, zu einem Arbeitsgespräch im Regierungsgebäude getroffen. Diskutiert wurden unter anderem die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Bodenseeregion, Bahn- und Flughafenverkehr sowie Fragen zur Personenfreizügigkeit mit der EU.

 

Botschafter Tim Guldimann erschien in Begleitung von Hans Dürig, Schweizer Generalkonsul in Stuttgart. Sie wurden begrüsst von Regierungspräsidentin Karin Keller-Sutter, Regierungsrat Benedikt Würth und Sarah Hauser, Leiterin der Koordinationsstelle für Aussenbeziehungen. Der anschliessende Gedankenaustausch verlief in freundschaftlicher und angeregter Atmosphäre.

 

Im Zentrum des Arbeitsgesprächs standen Fragen rund um die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Bodenseeregion. Die St.Galler Regierung hob dabei die bedeutende Rolle der Internationalen Bodensee Konferenz (IBK) hervor, welche die Zusammenarbeit in der Region mit zahlreichen Gremien und Institutionen und zu verschiedensten Themenbereichen koordiniert.

 

Diskutiert wurden weiter Fragen zum grenzüberschreitenden Bahnverkehr, insbesondere dem Ausbau der Strecke Lindau-München. Sowohl die Schweiz als auch Deutschland haben ein grosses Interesse an der Realisierung dieses Bauvorhabens. Zur Sprache kam auch das Thema Flughafen Zürich. Zusammen mit anderen Kantonen hat St.Gallen eine Resolution verabschiedet, in der eine staatsvertragliche Lösung, die auf fairen Verhandlungen beruht, begrüsst wird. Auch das Personenfreizügigkeitsabkommen mit der EU wurde besprochen. Laut St.Galler Regierung sind die befürchteten negativen Auswirkungen der Personenfreizügigkeit nicht eingetroffen. Sie betonte, dass die Bedeutung des Abkommens für den Kanton St.Gallen und insbesondere die St.Galler Wirtschaft gross ist.

 

Die weiten kulturellen Verflechtungen des Kantons St.Gallen in den süddeutschen Raum bildeten den Abschluss des Arbeitsgesprächs.

Februar 2012

St.Galler Regierung empfängt irischen Botschafter

irischer Botschafter

Die St.Galler Regierung hat sich am 06. Februar 2012 mit dem irischen Botschafter in der Schweiz, Martin Burke, zu einem Arbeitsgespräch im Regierungsgebäude getroffen.

Im Zentrum standen dabei aktuelle politische und wirtschaftliche Themen sowie Fragen zum Tourismus. Zur Sprache kam auch das Gallusjubiläum, das dieses Jahr gefeiert wird. Der Gedankenaustausch verlief in freundschaftlicher und angeregter Atmosphäre. Botschafter Martin Burke betonte, dass die Schweiz ein wichtiger Handelspartner Irlands sei. Zur Sprache kamen auch die Auswirkungen der Finanz- und Währungskrise auf die beiden Länder. Diskutiert wurden zudem Fragen rund um das Thema Tourismus, etwa die Chancen und Möglichkeiten für einen besseren touristischen Austausch zwischen der Schweiz und Irland.

 

Januar 2012

Leitungsausschuss Arge Alp trifft sich in Unterterzen

Arge Alp Logo

Der Kanton St.Gallen führt 2011/2012 unter dem Motto "Die Alpen. Quelle erneuerbarer Energie" den Vorsitz in der Arbeitsgemeinschaft Alpenländer. Unter St.Galler Präsidentschaft fand am 27. Januar 2012 in Unterterzen bereits die zweite Sitzung des Leitungsausschusses der Arge Alp statt. Das Schwerpunktthema der Sitzung bildete die gemeinsame Entwicklung einer makroregionalen Strategie für den Alpenraum. Mittels einer makroregionalen Strategie werden Lösungen für jene Kernanliegen ausgearbeitet, die ein Land oder eine Region nicht alleine lösen kann. Dabei werden insbesondere sektorübergreifende Initiativen unterstützt. An der Konferenz der Alpenregionen, die am 29. Juni 2012 in Bad Ragaz stattfindet, wird ein Initiativpapier verabschiedet.

 

Dezember 2011

Regierungschefs der Internationalen Bodensee-Konferenz tagten in St.Gallen

Diem Gehrer

Unter dem Vorsitz des St.Galler Regierungsrats Martin Gehrer fand in St.Gallen die 32. Konferenz der IBK-Regierungschefs statt. Die Konferenz, an der erstmals auch der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann teilnahm, beschloss unter anderem eine Resolution, wonach die restliche Elektrifizierung der Bahnstrecken in Süddeutschland vorangetrieben werden soll. Am Ende des st.gallischen Vorsitzjahres zog Martin Gehrer eine positive Bilanz über das Schwerpunktthema; das Bewusstsein für den Gesundheitsraum Bodensee sei gefördert worden. Im Jahr 2012 wird der Kanton Appenzell Ausserrhoden den Vorsitz führen.