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Interreg

Interreg

Mit Interreg hat die Europäische Kommission Anfang der 1990er-Jahre ein Instrument geschaffen, das die Zusammenarbeit über Staatsgrenzen hinaus unterstützt.

 

Interreg umfasst drei Ausrichtungen:

  • Interreg A: Grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen benachbarten Regionen

  • Interreg B: Transnationale Zusammenarbeit über mehrere Länder und Regionen hinweg

  • Interregionale Ausrichtung (ehemals Interreg C): Erfahrungsaustausch in ganz Europa


 

Interreg A

Interreg V "Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein" (ABH)

Mit dem Interreg-Programm «Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein» (ABH) besteht in der Bodenseeregion ein wirkungsvolles Instrument zur Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen dem Land Vorarlberg (A), dem Freistaat Bayern (D), dem Bundesland Baden-Württemberg (D), dem Fürstentum Liechtenstein und den am Programm beteiligten neun Schweizer Kantonen (ZH, GL, SH, AR, AI, SG, GR, AG, TG). Die verstärkte Kooperation mit den Nachbarn stellt in der heutigen, funktional verflochtenen Welt nicht nur für die Schweiz als Ganzes eine aussenpolitische Priorität dar, sondern ist gemäss dem kantonalen Raumkonzept insbesondere auch für den Grenzkanton St.Gallen von Bedeutung. Interreg trägt dazu massgeblich bei, indem es durch die Förderung von entsprechenden grenzüberschreitenden Projekten den Abbau von grenzbedingten Hindernissen, die Erschliessung von ungenutzten Potentialen sowie die Erreichung von gemeinsamen Zielen unterstützt.

 

Das Interreg-Programm ABH befindet sich noch bis zum Jahr 2020 in seiner fünften Förderperiode. Während in den ersten Programmperioden der Aufbau der Zusammenarbeit, des gegenseitigen Verständnisses und der entsprechenden Netzwerke erfolgreich gefördert wurde, stehen heute je länger je mehr konkrete gemeinsame Ziele im Vordergrund, die erreicht werden sollen. Diese liegen aktuell in den folgenden drei Investitionsprioritäten:

  1. Wettbewerbsfähigkeit, Innovation, Beschäftigung und Bildung

  2. Umwelt, Energie und Verkehr

  3. Verwaltungszusammenarbeit und bürgerschaftliches Engagement


Als Nichtmitglied der Europäischen Union beteiligt sich die Schweizer Seite an den Interreg-Programmen jeweils mit eigenen Fördermitteln. Der Bund stellt für das ABH-Programm im Rahmen seiner Neuen Regionalpolitik (NRP) zusammen mit den Kantonen rund 15 Mio. Franken für die Projektunterstützung zur Verfügung. Da auf EU-Seite im Verhältnis deutlich mehr Mittel zur Verfügung stehen, ist bei den Projekten der Fördersatz auf Schweizer Seite tiefer angesetzt, um ein gewisses Gleichgewicht bei den Finanzmitteln zu erreichen. Im Gegenzug können die Schweizer Partner von einer administrativ vereinfachten Projektabwicklung profitieren.

 

Im schweizerischen Teil des Programms übernimmt die in der Staatskanzlei St.Gallen beim Sekretariat der ORK angesiedelte Interreg Netzwerkstelle Ostschweiz die Umsetzung und die Koordinationsaufgaben gegenüber den beteiligten Kantonen, dem Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) sowie gegenüber den Partnern aus der EU.

 

Weitere Informationen zum Programm ABH finden Sie unter www.interreg.org.

 

 

Interreg B

Bei der transnationalen Zusammenarbeit findet die Kooperation über mehrere Länder und Regionen hinweg statt, die aufgrund geographischer oder wirtschaftlicher Voraussetzungen vor ähnlichen Herausforderungen stehen. Ziel ist, die räumliche Integration zu verstärken und auf gemeinsame Herausforderungen koordiniert zu reagieren.

 

Die Schweiz beteiligt sich derzeit an zwei Programmen:


 

Interregionale Ausrichtung

Die Programme der interregionalen Ausrichtung sollen Wissen zu verschiedenen Themenbereichen in ganz Europa vernetzen und die anderen Programme der Regionalpolitik dabei unterstützen, voneinander zu lernen.

 

Die Schweiz beteiligt sich an folgenden Programmen: